Tyll by Daniel Kehlmann

Tyll

By Daniel Kehlmann

  • Release Date: 2017-10-09
  • Genre: Belletristik und Literatur
Score: 3
3
From 8 Ratings
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Description

«Tyll», der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veröffentlichte u.a. «Die Vermessung der Welt», «Ruhm», «F» und «Du hättest gehen sollen» –, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.

Tyll Ulenspiegel – Vagant, Schausteller und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Reviews

  • Starker Anfang, schwaches Ende

    3
    By mibu007
    Am Anfang war ich total fasziniert von diesem Buch. Wie wird man in einer solchen Zeit ein Narr? Wie kann man mit dieser Profession am Hof überleben? Wie kann es soweit kommen, dass nur noch die Narren die Wahrheit sprechen? Vergleiche zum Heute drängen sich an allen Ecken auf. Aber dann verflacht das Buch. Der Autor begibt sich auf Nebenschauplätze. Tyll verschwindet von der Bildfläche um am Ende unerwartet wieder zu erscheinen. Der Hintersinn geht dabei aber verloren. Tyll wird wortkarg. Schade, sehr schade sogar.

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